Donnerstag, 6. Juni 2013

Die Basketball Story nun mal komplett

Warum der Post bis jetzt auf sich warten lässt, weis ich ehrlich gesagt selbst nicht... okay, doch, wegen Faulheit und umfangreichem Programm. Jedenfalls war die Basketballsaison hier das absolute Highlight. Ich muss ganz deutlich sagen, dass ich noch nie so viel Spaß am Basketball hatte, wie hier, obwohl der Trainingsumfang und die Intensität den einen oder anderen mehrmals an seine Grenzen getrieben hat. Ich hatte ein perfektes Trainer-Trio, die sich in allen Eigenschaften ergänzten. Unserem Headcoach wurde sehr viel Respekt entgegen gebracht, und basketballtechnisch ist er sehr erfahren und hat uns alle an unsere Grenzen gepusht. Das komplette Gegenteil war wahrscheinlich unser JV-Coach, der eher mein Kumpel war haha. Klasse Typ, der ein Verständnis für Teamchemie und Motivation hat. Unser Varsity Assistent Coach war ebenfalls sehr erfahren und hat Erfahrung als Division 1 College Spieler.
Und jetzt kommt das beste, unser Team! Und da geht ein riesen Dankeschön an alle, da ich wirklich sehr viel Spaß über die Saison hinweg hatte und meine Mitspieler auch meine besten Freunde hier waren. Desweiteren halfen mir einige enorm, da einige wirklich sehr talentiert sind und das macht einen logischerweise auch besser, mit solchen Leuten zu trainieren.





Unsere Saison startete eher bescheiden, da wir als ziemlich starkes Team gehandelt wurden und die Erwartungen nicht gleich erfüllten. Wir arbeiteten jedoch an uns und wurden schon bald viel eingespielter, flüssiger und die defensive Präsenz kam allmählich. Wir spielten meistens zwei Spiele pro Woche (Dienstags und Freitags) und das was Schulsport hier auszeichnet, war bestens vorhanden: Der school spirit. Ich muss sagen, es fühlt sich schon klasse an, wenn alle Spieler an Spieltagen mit ihren Trainingsanzügen in die Schule kommen und die anderen alle Teamshirts mit Motivationssprüchen drauf anhaben. Das beste ist dann sicherlich, wenn im Schnitt knapp 2000 Zuschauer in der Halle sind und bei Topspielen sogar 3000. Unsere Halle ist ziemlich groß und wir als Basketballspieler repräsentieren nicht nur unsere Schule, sondern die Stadt und die Gemeinde, da wir das einzige Basketballteam in New Philadelphia sind. Es hingen also sogar Bilder von uns in der Stadt, in Restaurants, etc. Das pusht einen umso mehr, wenn man so viele Leute hat, die hinter dem Team stehen. 











Das waren mal ein paar Einblicke in die Spielatmosphäre, die meisten der Bilder waren vom Rivalenspiel gegen Dover. 
Unsere Saison entwickelte sich immer besser und wir konnten Siegesserien aufbauen. Ich verbesserte mich sehr und bekam immer mehr Varsity Einsätze. Am Ende der Saison wurde es dann ernst, da nun unmittelbar vor den Playoffs alles laufen musste. Wir holten noch wichtige Siege um uns eine bessere Ausgangssituation für die Playoffs zu verschaffen.

Dann gingen die Playoffs los mit dem District Tournament. Jedes Spiel muss gewonnen werden, K.O. Modus, wer verliert fährt heim. Erstes Spiel war gegen ein durchaus talentiertes Indian Valley Team, gegen die wir jedoch mit 16 Punkten gewinnen konnten. Danach wurde es schon um einiges ernster, als wir gegen Cambridge ran mussten, um unsere Section zu gewinnen. Wer meine älteren Posts gelesen hat, weiß, dass wir gegen die in der regulären Saison nur sehr knapp gewonnen hatten. Das Spiel verlief mit sehr viel Intensität und wir waren hoch fokussiert, ließen keine einfachen Punkte zu. Wir konnten das Spiel recht deutlich für uns entscheiden, doch es blieb nicht viel Zeit für Freude, da wir als nächstes gegen West Holmes im District-Finale spielen würden. Wie schon gegen Cambridge hatten wir gegen West Holmes in der Saison nur per Wurf mit der Schlusssirene gewonnen und wir erwarteten daher ein starkes Team.
Das Spiel verlief ähnlich wie das vorherige, viel Intensität, laute Zuschauer, Trash-Talk und harte Fouls. Da wir immer wieder Runs ohne Antwort hatten, konnten wir uns ein wenig absetzen. Am Ende konnten wir das Spiel für uns entscheiden und die District Championship und die Netze gehörten uns! 








...Und das schöne ist, es ist noch nicht vorbei. Ab jetzt wurde es richtig groß. Wir alle durften also die Regionals in der rießigen Arena meines Lieblings-Collegeteams, den Ohio University Bobcats spielen. Und das war mit Abstand das beste Basketballerlebnis, was ich je hatte. Die Arena ist ein Traum... Ich habe einen Post, der Bilder von der Arena zeigt, als ich dort beim College Spiel war, aber hier nochmal eins:


Zuerst mussten wir gegen St. Clairisville spielen, die als 5. bestes Team im Staat gehandelt wurden. Schwere Aufgabe also doch wir waren von der Atmosphäre wahrscheinlich so überwältigt, dass wir den Gegnern keine Chance ließen und das Spiel vor einer 8000 Zuschauer Kulisse locker gewannen!






Vielen Dank an unseren riesigen Fanblock!!

So ging es also ins Regionals-Finale gegen Vincent Warren, die sogar schwächer eingeschätzt wurden als St. Clairisville. Es war trotzdem ein sehr starkes Team und genau dieses Team sollte uns zum Verhängnis werden. Es war das Spiel um den Eintritt ins State Final 4 in Columbus, der größten Bühne für High School Basketball, wo die Zuschauerzahlen der Regionals nochmal weit übertroffen werden. Wir kamen selbstbewusst in das Spiel, doch gleich am Anfang viel auf, dass der Gegner nicht daneben werfen konnte. So schenkte uns der gegnerische Teamkapitän allein mit 5/5 Dreiern in der ersten Halbzeit 20 Punkte ein. Eine wirklich schwache Leistung von uns mit einer fast unaufholbarn Führung des Gegners nach der ersten Halbzeit. Keiner wusste wirklich woran es lag, es klappte einfach nichts. Die zweite Halbzeit starteten wir dann mit einer Intensität, wie sie sein sollte und schafften das unmögliche, wir kamen bis auf zwei Punkte ran. Noch 30 Sekunden zu Spielen, Auszeit. Marco behielt die Nerven und versenkte bei 12 Sekunden einen Wurf zum Ausgleich. Jetzt hieß es nur noch verteidigen, nichts anderes. Der Gegnerische Guard zieht zum Korb mit nur noch ein paar Sekunden auf der Spieluhr, Layup, verwirft! Doch völlig allein gelassen springt ein gegnerischer Spieler zum Tip-In, Schlusssirene, der Ball ist drin. Die Punkte zählen, wir verlieren. Fassungslosigkeit und Entsetzen der Zuschauer. Jubel auf der anderen Seite. Es hatte also nicht sein sollen. 



Warren's letzter Wurf wurde sogar im nationalen TV in der ESPN SportsCenter Top 10 ausgetrahlt. Trotz des traurigen Saisionaus' war es eine unvergessliche Saison, in der ich riesigen Spaß hatte, und mich stark verbessert habe. 

Basketball For Life!!















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